My Work

Früher dachte ich immer, dass die größte Herausforderung junge Pferde sind...sind Sie auch bestimmt. Für mich kommen aber gleich danach Pferde mit eingefahrenen Mustern, körperlichen Problemen und in letzter Zeit auch jene die als "unreitbar" gelten.

Dabei möchte ich aber auch darauf hinweisen, dass nicht jedes Pferd das als unreitbar gilt auch wieder reitbar wird!!!

Alle Pferde hier sind Einzelbeispiele, wo es auch den Besitzern zu verdanken ist, dass sie so gute Fortschritte gemacht haben.

 

"Angie" - 16j, Schimmel, Warmblutmix

 

Problemstellung lt. Besitzerin:

- Headshaker mit Verschlechterung im Sommer (Sonnenlicht reizt Trigeminusnerv lt. Diagnose) --> starkes Hufwachstum wegen Medikation gg. Headshaking, trotz Absetzung vor 6 Monaten

- ca. 2 Jahre zuvor, Rückennackenband-OP nach Sturz, schlechte Verheilung (Eiterung)

- wohl bedingt durch Schonhaltung - zwei eng stehende Wirbel und dadurch bedingt nicht reitbar

- Stresskopper

Training:

- wiederholt Akkupressur, Stresspunktmassage mit Longieren auf Schwerpunkt Untertreten und Kopf zu senken (sehr hohe Kopfhaltung) udgl.

 

nach wenigen Wochen meldete die Besitzerin trotz starker Sonneneintrahlung Besserung des Headshakens, wirkt entspannter und senkt schon besser den Kopf;

Mittlerweile wird Angie wieder im Schritt geritten - nach einer Umständehalber durchgeführten Pause wobei er aber nach wie vor bewegt wird hoffen wir ihn mehr und mehr reitbar zu bringen

Otto, geb. 2003, ehem. Springpferd

 

- schlechter physischer Zustand - das Foto ist von Mitte Juni 2019; hat seit Fohlenalter einen abgesplitterten "Hüfthöcker" links

 

Laut neuen Besitzern - Ataxie mit nicht näher geschilderten Details, Bewegungsstörungen

 

Gangbildanalyse vor Ort ergab:

- Pferd zu mager, fehlende Bemuskelung an Kruppe, Rücken, Hals, - Bewegungstörungen (Takt) - zu wenig Kraft in Hinterhand - aber meine Güte, das Pferd kann trotzdem noch galoppieren

- schlechte Hautheilung

 

Fazit: Futterumstellung, Auffütterung mit gleichzeitiger Mineralstoffgabe - Blutbild ca. einen Monat später: unauffällig (!)

 

Ja und das hier ist dasselbe Pferd Ende September 2019

 

Wie ich finde sieht man hier schon einen guten Unterschied - der auch den fleißigen Besitzern geschuldet ist!

 

Schauen wir wo die Reise mit Otto hingeht - aber er ist ein Kämpfer, und ich bin guter Hoffnung, dass wir ihn vielleicht eines Tages wieder mit taktreinen Gängen und ohne Wehwechen sehen werden :)

Warum klassische Körperarbeit?

Leidenschaft, die man sehen und spüren kann

Haben wir nicht alle unsere kleinen "Zonen" die mal zwicken und zwacken, durch mehr und mehr sitzen im Alltag oder die verlockende Couch abends nach einem langen Arbeitstag.....wie es da wohl unseren Pferden geht!?!?

Auch Pferde haben diese Stellen - meist muskuläre Verspannungen auch ausgelöst durch Schonhaltungen, Stress, Schmerzgedächtnis, Stallwechsel, unausgewogenes Training, etc. Häufig äußert sich das in mangelnder Losgelassenheit, Unruhe, Kopf schlagen, gegen das Gebiss gehen, Probleme mit der Hankenbeugung bis hin zu Unarten und Lahmheiten.

Als Trainer für klassische Körperarbeit (https://pferde-tierarzt.at/lehrinstitut)  betrachte ich das Pferd ganzheitlich, beziehe das Exterieur, den Trainingszustand, Verspannungen und eventuelle Ausrüstungsdefizite mit ein, und verhelfe Pferd und Reiter zu mehr Freude am Miteinander. Interesse geweckt ? Mehr unter Körperarbeit.